Supervisory Award für Prof. Junge

TopMath Supervisory Award 2020

1 March 2021
Matthias Caro und Oliver Junge stehen in Herrn Junges Büro vor einem kombinierten Wandschrank-Bücherregal und blicken in die Kamera. Matthias Caro hält die Urkunde in den Händen, Oliver Junge die gläserne Trophäe.
TopMath Supervisory Award 2020: Für die herausragende Betreuung seiner Promovierenden zeichnet das thematische Graduiertenzentrum TopMath Prof. Oliver Junge aus.

Der TopMath Supervisory Award

Der TopMath Supervisory Award wurde 2018 zusammen mit dem ISAM Supervisory Award und dem TUM Supervisory Award des Graduate Council und der Graduate School ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel der Awards ist es, Mitglieder der TUM, die sich durch exzellente Promovierenden-Betreuung auszeichnen, zu ehren und damit gleichzeitig das Bewusstsein für Kriterien guter Betreuung zu schärfen. Zu Letzteren gehören beispielsweise die Verfügbarkeit der Betreuer*innen für ihre Promovierenden und die Unterstützung bei der Entwicklung einer Publikationsstrategie sowie der Forschungsfrage. Bei der Betreuung von TopMath-Promovierenden, die bereits im Master mit der Arbeit an ihrer Dissertation beginnen, sind noch weitere Kriterien wesentlich: etwa die frühe Unterstützung dieser noch sehr jungen Nachwuchswissenschaftler*innen bei der Entwicklung ihrer mathematischen Persönlichkeit.

Der Auswahlprozess für den TopMath Supervisory Award geht Hand in Hand mit demjenigen für den TUM Supervisory Award. Promovierende nominieren ihre*n Betreuer*in. Mit den Promovierendenvertreter*innen von TopMath diskutieren sie dann deren Qualitäten, unterstützt  durch die TopMath-Koordination. Die Promovierendenvertreter*innen stimmen schließlich darüber ab, wer den Award erhält. Verliehen wird der TopMath Supervisory Award alle zwei Jahre. Er ist mit einem Preisgeld von 500 € verbunden, das die*der Preisträger*in zugunsten ihrer*seiner Promovierenden ausgeben kann.

Preisträger des TopMath Supervisory Award 2020 ist Prof. Dr. Oliver Junge vom Fachgebiet Numerik komplexer Systeme.

"Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles"

Text: Matthias Caro, Fabian Roll

Drei Aspekte an Prof. Junges Betreuungsstil haben das Auswahlkomitee besonders beeindruckt.

  • Zunächst legt Prof. Junge Wert auf ein gesundes Arbeitsklima. Dabei sorgt er nicht nur für eine familiäre Atmosphäre in seiner Forschungsgruppe, sondern erinnert seine Promovierenden auch daran, auf ihre individuellen Bedürfnisse zu achten und eine gute Work-Life-Balance zu finden.
  • Seine Promovierenden betrachtet Herr Junge als Individuen und ist stets bereit, seinen Betreuungsstil an deren Persönlichkeiten anzupassen. Hervorzuheben ist dann, dass er seine Promovierenden bei der Organisation von Auslandsaufenthalten sehr intensiv unterstützt und sich beispielsweise früh darum kümmert, dass sie eine Gastinstitution finden, die zu ihnen, ihrer Forschung und ihren Plänen passt.
  • Schließlich zeichnet Prof. Junge besonders aus, wie viel Zeit und Arbeit er darin investiert, seinen Promovierenden kontinuierlich qualitativ hochwertiges Feedback zu geben. In wöchentlich stattfindenden Besprechungen können Detailfragen diskutiert werden, für kürzere Fragen findet sich im Rahmen einer erfolgreich etablierten "open door policy" auch zwischendurch stets eine Gelegenheit zur Diskussion.

Über seine Motivation bei der Betreuung von Promovierenden sagt Prof. Junge: "Es macht mir Spaß, zusammen mit meinen Doktoranden offene Fragen zu wälzen und neue Wege zu entdecken." Ein Grundprinzip seines Betreuungsstils fasst er in einem Goethe-Zitat zusammen: "Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles."

Und das sagen seine Promovierende über ihn: "Prof. Junge schafft, was durchaus keine Selbstverständlichkeit ist: Er passt die Betreuung an die einzelnen Promovierenden an und gestaltet sie so sehr individuell."

Herzlichen Glückwunsch an den Preisträger, der das Preisgeld einsetzen wird, um die Situation seiner Promovierenden noch weiter zu verbessern!

Preisträger des TopMath Supervisory Award

2020        Prof. Dr. Oliver Junge, Fachgebiet Numerik komplexer Systeme

2018        Prof. Dr. Boris Vexler, Forschungseinheit Optimalsteuerung