Habilitation: Organisation

Grundgedanke und Zeitstruktur

Die Grundstruktur des Habilitationsverfahrens gemäss der Habilitationsordnung der TUM von 2006 ist es, dass das Fachmentorat die Habilitandin oder den Habilitanden bei der Durchführung seines Habilitationsprojektes begleitet. Daraus ergibt sich die Idealvorstellung, dass ein*e Habilitand*in zu Beginn der Arbeit an seinem Habilitationsprojekt zusammen mit dem Fachmentorat die Ziele, die sich mit dem Habilitationsprojekt verbinden, definiert und in der Zielvereinbarung (ZV) niederlegt. Der Erfolg des Habilitationsverfahrens wird im Folgenden nicht wie früher im Bestehen einer weiteren Prüfung dokumentiert, sondern im Erreichen der (selbst)definierten Ziele. Entsprechend behandeln sowohl die Zwischenevaluierung als auch die Schlussevaluierung die Frage, wie die Ziele erreicht wurden. Das Habilitationsprojekt kann also über die ZV durch die Habilitanden selbst gesteuert werden.

Im Gegensatz dazu ist die Fertigstellung des Habilitationsprojekts, aus dem im Nachhinein die Zielvereinbarung, Zwischenevaluierung und Schlussevaluierung konstruiert werden, daher nicht im Einklang mit dem Grundgedanken der gültigen Habilitationsordnung der TUM von 2006. 

 

Fakultätsratstermine

Die nächsten Fakultätsratstermine zum Einreichen von Promotions- und Habilitationsanträgen sind:

  • 6. Juni 2018
  • 11. Juli 2018
  • Die Termine für das Wintersemester 2018/19 werden in der Sitzung vom 11. Juli 2018 festgelegt und am 12. Juli 2018 bekanntgegeben.

Habilitationsantrag

Die für den Habilitationsantrag benötigten Unterlagen finden Sie hier.

Organisatorischer Ablauf

Der folgende Ablauf beschreibt die Vorgehensweise in der Fakultät MA. Detailfragen werden zugunsten eines möglichst guten Überblicks weggelassen. Sie finden sie sowohl in der Habilitationsordnung, als auch in den unten genannten Informationsblättern. Darüber hinausgehende Fragen müssen persönlich geklärt werden. Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Folgenden darauf verzichtet, hinter jedem Punkt den einschlägigen Paragrafen der HO zu notieren.

 

  1. Bitte wählen Sie eine*n Betreuer*in und besprechen Sie mit ihm/ihr Ihr Habilitationsprojekt.
  2. Zusammenstellen eines Fachmentorats: Ihr*e Betreuer*in wird Fachmentoratsvorsitzende*r. Gemäss Fakultätsratsbeschluss vom Oktober 2015 soll Ihr*e Fachmentoratsvorsitzende*r gegenüber dem Habilitanden unabhängig sein. Das bedeutet insbesondere, dass sie/er nicht gleichzeitig Dienstvorgesetzte*r sein soll. Zusätzlich benennen Sie bitte zwei weitere Mentor*innen (siehe Paragraf 8 der Habilitationsordnung), darunter eine*n internationale*n Professor*in.
  3. Anhand eines Infoblatts, das Sie vom Dekanat bekommen, können Sie Ihre Zielvereinbarung entwerfen.
  4. Hier wird auch das Fachmentorat festgelegt. Nähere Informationen zur Zusammensetzung finden Sie in der gültigen Habilitationsordnung.
  5. Es wird darum gebeten, in der Zielvereinbarung festzulegen, ob Sie kumulativ habilitieren wollen oder konventionell.
  6. Der Entwurf der Zielvereinbarung wird dem Fakultätsrat vorgelegt. Dazu schicken Sie bitte den Entwurf ca. 1 Woche vor dem geplanten Fakultätsrat an dekanat-at-ma.tum.de. Der Dekan wird - eventuell nach Verbesserungsvorschlägen - den Entwurf im Fakultätsrat besprechen. Danach stellen Sie dem Fakultätsrat Ihr Habilitationsprojekt kurz vor.
  7. Gleichzeitig werden die Unterlagen aus der Liste zur Anmeldung benötigt (in Papierform an das Dekanat oder als Scans an dekanat-at-ma.tum.de).
  8. Hat der Fakultätsrat Ihrem Habilitationsprojekt zugestimmt, wird der Entwurf finalisiert, indem Sie die Unterschriften einholen. Für externe Fachmentoratsmitglieder genügen Scans.
  9. Bitte geben Sie die endgültige Fassung an das Dekanat. 

  1. Die Habilitationsordnung legt eine Bearbeitungszeit von 2 Jahren bis zur Zwischenevaluierung fest. Eine wesentliche Fristüberschreitung sollte daher kurz erklärt werden.
  2. In der Zwischenevaluierung stellt Ihr*e Mentoratsvorsitzende*r fest, ob die Ziele aus der Zielvereinbarung erfüllt sind und empfiehlt in einem Resümée die Weiterführung des Habilitationsverfahrens. Das Placet der weiteren Fachmentoratsmitglieder kann in Form einer bestätigenden email oder der Unterschrift auf der Beurteilung des Fachmentoratsvorsitzenden erfolgen. Die fertige Zwischenevaluierung wird im Dekanat eingereicht (elektronisch oder in in Papierform).
  3. Nach Durchsicht der Unterlagen durch den Dekan erhalten Sie einen Bescheid über die erfolgreiche Zwischenevaluierung. 

Es wird gewünscht, dass sich die habilitierende Person in einem Vortrag über die Ergebnisse aus dem Habilitationsprojekt der Fakultät vorstellt. Im allgemeinen ist das ein Vortrag im Rahmen des Oberseminars der/s Vorsitzende/n Ihres Fachmentorats. Nähere Informationen zur Dauer des Vortrags und anderen Details erhalten Sie daher dort. Das Sekretariat der/s Vorsitzenden lädt die Fakultät über eine email an zentrum@ma.tum.de zu diesem Oberseminar-Vortrag ein. 

  1. Die Habilitationsordnung legt eine Bearbeitungszeit von 2 Jahren von der Zwischen- bis zur Schlussevaluierung fest. Eine wesentliche Fristüberschreitung sollte daher kurz erklärt werden.
  2. Ist die Habilitationsschrift fertiggestellt, holt Ihr*e Fachmentoratsvorsitzende bei den restlichen Fachmentoratsmitgliedern die Gutachten für die Habilitationsschrift ein.
  3. Gemäss Habilitationsordnung sollen zusätzlich zu den Gutachten der Fachmentoratsmitglieder sogenannte "externe" Gutachten eingeholt werden (siehe HO, Par. 2, Abs. 2, Satz 2). In der Fakultät war bisher ein zusätzliches externes Gutachten üblich. Externe Gutachter*innen legt das Fachmentorat eigenständig zusammen mit der/dem Habilitanden*in fest.
  4. Ihr*e Fachmentoratsvorsitzende*r sorgt für den Eingang der Gutachten und erstellt bei positiver Gutachtenlage einen zusammenfassenden Schlussbericht (zusätzlich zu der eigenen wissenschaftlichen Begutachtung der Habilitationsschrift).
  5. Schlussbericht, Gutachten und Habilitationsschrift werden im Dekanat eingereicht und bei formaler Vollständigkeit dem Dekan vorgelegt. Ist das Projekt aus Sicht des Dekans zufriedenstellend abgeschlossen, wird durch das Dekanat die Professorenschaft über das Habilitationsprojekt informiert und um Abstimmung über die Habilitationsleistung in einem elektronischen Umlaufverfahren gebeten. Die Dauer der Abstimmung ist in der HO mit 4 Wochen angegeben.
  6. Hat die Professorenschaft einstimmig für die Annahme der Habilitationsleistung gestimmt, schlägt der Dekan dem Fakultätsrat in seiner nächsten Sitzung die Annahme der Habilitationsleistung vor.
  7. Mit dem Datum der Fakultätsratssitzung sind Sie habilitiert.
  8. Bitte schicken Sie die folgenden Unterlagen an das Dekanat: 1. Erklärung , 2. Zusammenfassung der Habilitationsarbeit 2-fach für das Jahrbuch der TUM bestimmt, 3. Angaben zur Erstellung der Habilitationsurkunde und 4. Statistische Angaben für das Habilitationsamt und 5. (falls Sie nicht kumulativ habilitiert haben) Ihre Pflichtexemplare.
  9. Der Dekan beantragt die Lehrbefähigung.
  10. Habilitationsurkunde/Lehrbefähigung werden an das Dekanat geschickt und dort ausgehändigt.
  11. Die Lehrbefugnis/PD-Titel muss leider separat beantragt werden. Die Infos bekommen Sie vom Dekanat.
  12. Sie können an der darauf folgenden Absolventenfeier teilnehmen, wenn Sie das möchten. 

Wenn Sie eine publikationsbasierte/kumulative Habilitationsschrift verfassen möchten, beachten Sie bitte diese Besonderheiten:

  1. Bitte notieren in Ihrer Zielvereinbarung, dass Sie eine kumulative Habilitation anstreben.
  2. Da Sie keine Habilitationsschrift im konventionellen Sinn vorlegen werden, definieren Sie in der Zielvereinbarung, welche bereits bestehenden und eventuelle zukünftige Veröffentlichungen die konventionelle Habilitationsschrift ersetzen sollen. Beachten Sie bitte hierzu auch die Überschneidungsmöglichkeiten mit Promotionen und dass die Fragen zur Erstautorschaft aus dem Promotionsverfahren im Habilitationsverfahren nicht relevant sind (siehe unten).
  3. Verfassen Sie bitte eine zusätzliche zusammenfassende Darstellung Ihrer Ergebnisse unter Einbeziehung der definierten Publikationen (20 - 50 Seiten).
  4. Statt der fertigen Habilitationsschrift reichen Sie dann im Dekanat die Zusammenfassung (als pdf) und ein zip-File mit den relevanten Publikationen ein. Beides kommt dann auch in den Umlauf, d.h. die Publikationen im zip-File sollten für alle Professoren und Professorinnen elektronisch lesbar sein (keine seltenen Formate oder Passwortschutz etc.).
  5. Sie werden vom Abliefern von Pflichtexemplaren an das Habilitationsamt freigestellt, sind aber gebeten, das Zusammenfassungs-pdf wenn möglich in der TU-Bibliothek zu veröffentlichen. 

Überschneidung einer kumulativen Habilitation mit einer kumulativen Promotion

Entsteht eine kumulative Habilitation in Zusammenarbeit mit einer kumulativen Promotion, beachten Sie bitte den Hinweis im Fakultätsrat vom 10.7.2013: Bei einem Habilitationsverfahren geht es im Gegensatz zum Promotionsverfahren nicht darum, originäre Resultate vorzuweisen, sondern sich insgesamt als Hochschullehrer zu qualifizieren.

Deswegen ist eine Zuweisung der Federführung respektive Erstautorenschaft bei den Publikationen im Rahmen der Habilitation nicht erforderlich. Daher kann ein*e Doktorand*in eine Publikation nur als Prüfungsleistung für sich beanspruchen, wenn er die Federführung vorweisen kann. Ein*e Habilitand*in jedoch kann diese Veröffentlichung als Koautor*in für seine Habilitationsleistung in Anspruch nehmen. Es ist daher möglich, dass ein*e Habilitand*in eine gemeinsame Veröffentlichung in seine Habilitationsleistung einbringt und ein*e Doktorand*in diese gleichzeitig für eine kumulative Promotion verwendet - unter der Bedingung, dass seine Federführung bestätigt wird.

Seine eigenen für das Promotionsverfahren vorgelegten Veröffentlichungen kann der Habilitand jedoch nicht nochmals für die Habilitation verwenden.

Dekanat

Lydia Weber

Lydia Weber, MBA Dekanatsreferentin

Boltzmannstr. 3
85747 Garching
Raum: MI 00.10.044

dekanat (at) ma.tum.de
+48 (0)89 289 17583