Publikationsbasierte ("kumulative") Promotion

Die Promotionsordnung vom 12.3.2012 ermöglicht in Par. 6, Abs. 2 und Anlage 6 eine publikationsbasierte Promotion. Der Fakultätsrat hat in seiner Sitzung am 10.7.2013 folgende ergänzende Leitlinien zur fakultätsinternen Qualitätssicherung bei publikationsbasierten Promotionen verabschiedet:

  • Das Gutachtergremium setzt sich zusammen aus mindestens zwei Wissenschaftlern, die erstens den Betreuer und zweitens eine Person, die nicht der TUM angehört und an keiner der eingebundenen Publikationen als Ko-Autor beteiligt war, einschließen.
  • Alle Gutachter müssen die qualitative und quantitative Äquivalenz der vorliegenden kumulativen Dissertation mit einer klassischen Dissertation bestätigen.
  • Da die Erstautorenschaft in mathematischen Veröffentlichungen weitgehend keine Rolle spielt, müssen alle Ko-Autoren aller eingebundenen Publikationen dem Vorsitzenden der Promotionskommission die Federführung des Kandidaten bestätigen (siehe obige Punkte 2 und 3 der Promotionsordnung, Anlage 6).
  • Eine Publikation, die von dem Kandidaten als federführendem Autor in die Dissertation eingebunden wird, kann weder in einer anderen Dissertation noch in einer eigenen späteren Habilitationsschrift eingebunden werden.

Die Punkte der Anlage 6 werden nachgewiesen durch ein Bestätigungsschreiben der Betreuerin/des Betreuers, das dem Promotionsantrag beigefügt wird.

Das erforderliche Erlaubnisschreiben des Verlags wird entweder mit dem Bescheid über die Annahme nach dem Reviewing mitversandt oder findet sich auf der Hompage des Verlags.

Mögliche Verschränkungen von kumulativen Habilitationen und kumulativen Promotionen

Entsteht die kumulative Promotion gleichzeitig mit einer kumulativen Habilitation, ist der Hinweis im Fakultätsrat vom 10.7.2013 zu beachten, dass es bei Habilitationsverfahren im Gegensatz zu Promotionsverfahren nicht um das Vorweisen von originären Resultaten geht, sondern um die Gesamtqualifikation als Hochschullehrer. Daher kann ein Doktorand eine Publikation nicht als Prüfungsleistung für sich beanspruchen, wenn er die Federführung nicht vorweisen kann. Der Habilitand kann jedoch diese Veröffentlichung als Koautor für seine Habilitationsleistung in Anspruch nehmen. Es ist daher möglich, dass ein Habilitand eine gemeinsame Veröffentlichung in seine Habilitationsleistung einbringt und der Doktorand die gleiche Veröffentlichung unter den oben genannten Bedingungen für eine kumulative Promotion verwendet.

 

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