Informationen für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit sowie deren Lehrbeauftragte

Behinderungen und chronische Krankheiten sind so vielfälig, wie die Menschen selbst. Ob es sich um eine erkennbare körperliche Behinderung, eine Gehbehinderung oder organische Krankheit, die von außen nicht beobachtbar sein muss, eine sogenannte Teilleistungsstörung, wie Legasthenie, eine psychische Erkrankung oder eine Seh- oder Hörbehinderung handelt. Auf die individuellen Bedürfnisse der mehr oder weniger in Ihrem sozialen Leben beeinträchtigten Studierenden muss Rücksicht genommen werden, damit gerechtere Bedingungen geschaffen werden. Der Gesetzgeber sieht dafür unterschiedliche Ausgleiche vor. Im folgenden sollen einige davon dargestellt werden:

Hochschulhilfen für Menschen mit Behinderung

Der Bezirk Oberbayern übernimmt u.U. für Menschen mit Behinderung, die in Oberbayern leben, die behinderungsbedingten Mehrkosten, die beim Besuch einer Hochschule entstehen.

Nachteilsausgleich bei Prüfungen

Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen fällt es oft schwer, den geforderten workload eines Semesters zu absolvieren. Außerdem können Beeinträchtigungen dazu führen, dass bestimmte Prüfungsleistungen nicht in der geforderten Art und Weise abgelegt werden können. Es besteht daher ein Anrecht, fehlende Anwesenheit durch kompensatorische Leistungen auszugleichen. Außerdem können Nachteilsausgleiche in Form von z.B. mehr Zeit bei Prüfungen beantragt werden.

Bitte nehmen Sie bezüglich eines Nachteilsausgleiches rechtzeitig vor den Prüfungen Kontakt auf mit Dr. Thomas Stolte

Bachelor- und Masterstudiengänge

Laut § 19 der Allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge an der TUM (APSO) gilt:

„ (1) Im Prüfungsverfahren ist auf Art und Schwere einer Behinderung Rücksicht zu nehmen. Macht ein Studierender glaubhaft, dass er wegen lang andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehen Form abzulegen, kann dies durch entsprechende Verlängerung der Arbeitszeit oder eine andere Gestaltung des Prüfungsverfahrens ausgeglichen werden. Auf Verlangen ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

(2) Entscheidungen nach Abs. 1 trifft der zuständige Prüfungsausschuß im Einvernehmen mit dem Prüfenden.

(3) Für mündliche Prüfungen gelten die Abs. 1 und 2 entsprechend.

Diplomstudiengänge

In §9 (4) der Allgemeinen Diplomprüfungsordnung der TU München (ADPO) ist geregelt:

„Prüfungskandidaten mit länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung ist auf schriftlichen, an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richtenden Antrag eine Verlängerung der Bearbeitungszeit für schriftliche Prüfungsteile um bis zu einem Viertel zu gewähren ist, wenn die Behinderung dies rechtfertigt. Der Antrag ist der Meldung zur Prüfung beizufügen. Später eingehende Anträge können nur berücksichtigt werden, wenn die Behinderung erst nach der Meldung eingetreten ist. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes, in begründeten Zweifelsfällen zusätzlich ein Zeugnis des Gesundheitsamtes, verlangen.“

Schwerbehindertenausweis

Der Ausweis für schwerbehinderte Menschen ermöglicht die Inanspruchnahme von verschiedenen Rechten und Nachteilsausgleichen, u. a. im Zusammenhang mit Mobilität, Wohnen, Kommunikation, Besteuerung und Berufsausübung. Für die Beantragung der Befreiung von den Studienbeiträgen ist der Nachweis der Behinderung oder chronischen Krankheit mit Hilfe des Schwerbehindertenausweises notwendig.

Barrierefrei im Gebäude Mathematik / Informatik

Das Gebäude Mathematik und Informatik ist barrierefrei zu erreichen vom Parkplatz im Osten und der U-Bahn durch die Eingänge Nord und Ost. Der Eingang Süd hat ebenfalls eine Rampe. Die Bibliothek ist barrierefrei voll zugänglich. In jedem Stockwerk sind Behindertentoiletten. Die Räume und Hörsäle sind im Großen und Ganzen gut erreichbar und geeignet für Rollstuhlfahrer. Falls irgendwelche Probleme mit der Zugänglichkeit auftreten, melden Sie sich bitte ( auch für Anregungen ) unter o.g. Kontaktadresse.

Informationen für Lehrende

Lehrende finden in folgender Broschüre Informationen und Hinweise zu Besonderheiten betreffend Studierende mit chronischer Krankheit / Behinderung : Hinweise für Lehrende. Benötigen Sie Beratung oder Unterstützung (Koordination gesonderte Prüfungen, weitere Aufsichten, Raum etc.) wenden Sie sich bitte an o.g. Kontakt.

Servicestelle für behinderte und chronisch kranke Studierende

Zentraler Ansprechpartner der TUM ist: Alain Kathola in der Arcisstrasse 21 in der Servicestelle für behinderte und chronisch kranke Studierende
 

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