Fakultätskolloquium im Sommersemester 2011

Termin: 1 x im Monat dienstags, 16:00 – 17:00 und 17:30 – 18:30 im Hörsaal 3 (MI 00.06.011).
In der Pause ist für Essen und Trinken gesorgt.

Ansprechpartner: Anusch Taraz, Caroline Lasser.

Zu den Vorträgen des aktuellen Fakultätskolloquiums.


Vorträge im Sommersemester 2011

Datum Sprecher Titel
24.05.2011, 16:00 – 17:00 Donna Ankerst (TU München) Online Cancer Risk Prediction Tools
24.05.2011, 17:30 – 18:30 Christina Kuttler (TU München) Kommunikation von Bakterien unter der mathematischen Lupe
21.06.2011, 16:00 – 17:00 Hans Föllmer (HU Berlin) Risk, Model Risk, and Knightian Uncertainty: On the Role of Probability in Finance
21.06.2011, 17:30 – 18:30 Alexander Schied (Universität Mannheim) A new challenge for mathematical finance: electronic trading and its consequences
05.07.2011, 16:00 – 17:00 Bernd Thaller (Universität Graz) Quantenmechanik in computererzeugten Visualisierungen - Das Unsichtbare sichtbar machen
05.07.2011, 17:30 – 18:30 Helmut Pottmann (KAUST Saudi Arabien) Freiformarchitektur und Mathematik


Donna Ankerst — Online Cancer Risk Prediction Tools

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Widespread use of the internet by doctors and patients has moved modern medicine from a one-way anecdotal street to a two-way informed decision-making process, accessible to individuals in all corners of the world.

This talk will cover statistical methods behind online risk prediction tools for medicine, using as an example the statistical models and external validation methods behind the Prostate Cancer Prevention Trial Prostate Cancer Risk Calculator. (www.prostate-cancer-risk-calculator.com).


Christina Kuttler — Kommunikation von Bakterien unter der mathematischen Lupe

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Viele Bakterien haben eine Möglichkeit entwickelt, durch chemische Signale ihre Umwelt zu erfassen oder mit anderen Bakterien zu kommunizieren, das sogenannte "Quorum sensing". Dieser Regulationsmechanismus erlaubt den Bakterien eine Abschätzung ihrer Zelldichte sowie der Diffusionseigenschaften des umgebenden Raumes.

Die Beschreibung der intrazellulären Mechanismen geschieht meist mit gewöhnlichen Differentialgleichungen; für räumliche Probleme eignen sich Reaktions-Diffusionsgleichungen (für einfache Simulationen auch zelluläre Automaten). Bei kleinen Zell- oder Molekülzahlen müssen darüber hinaus stochastische Effekte berücksichtigt werden. Die mathematischen Modelle und ihre Analyse erlauben ein besseres Verständnis der biologischen Mechanismen.


Hans Föllmer — Risk, Model Risk, and Knightian Uncertainty: On the Role of Probability in Finance

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Over the last decades, advanced probabilistic methods have played an increasing role in Finance, both in Academia and in the financial industry. In view of the recent financial crisis it has been asked to which extent the use of such methods has been part of the problem. We review and comment on some of the answers, ranging from "don't blame the quants" to "misplaced reliance of sophisticated maths". We will then focus on the foundational issue of model uncertainty, also called "Knightian uncertainty", which is raised in "The Turner Review: A regulatory response to the global banking crisis". This will be illustrated by the interplay between "real world probability measures" and "martingale measures" in the standard framework of Mathematical Finance, and also by the problem of quantifying financial risk. In particular we discuss recent advances in the theory of convex risk measures, where model uncertainty is taken into account explicitely.


Alexander Schied — A new challenge for mathematical finance: electronic trading and its consequences

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Recent years have seen dramatic changes in the way financial markets are functioning. For instance, most trades are no longer executed by brokers but by automated trading algorithms that operate in electronic limit order books. In addition, "dark" trading venues are being created in which large trades can be executed without information leakage to the public. These developments have resulted in a tremendous increase of trading speed and in a reduction of immediate order execution costs. Some proponents hold that these developments lead to greater market efficiency. Critics fear new kinds of systemic risks and point to the "Flash Crash" of May 6, 2010. In this talk, we will look at the mathematics of a few price impact models that are similar to those on which many trading algorithms are based. Our analysis will exhibit some interesting mathematical properties of these models and of the trading strategies they suggest. Some of these results might contribute to the evaluation of current trends in financial markets. Others are of interest from a purely mathematical point of view.


Bernd Thaller — Quantenmechanik in computererzeugten Visualisierungen - Das Unsichtbare sichtbar machen

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Was bedeutet der Begriff "Aussehen", wenn bereits die Wechselwirkung eines einzigen Photons mit dem betrachteten Objekt dessen Zustand in komplizierter Weise verändert? Im Bereich der Quantenphysik, wo Gestalt und Form erst als Mittelwert zahlreicher Messungen zustande kommen, verlieren Abbildungen ihre ursprüngliche Bedeutung. Man benötigt die Kenntnis gewisser Interpretationsregeln, um zu verstehen, in welcher Weise ein Bild die physikalische Realität wiedergeben kann. Dennoch können computergenerierte Animationen und Visualisierungen quantenmechanischer Vorgänge ein intuitives Verständnis vermitteln, das durch ein konventionelles Studium der Theorie nur schwer zu erlangen ist. Im Vortrag werden einige Beispiele mit verschiedenen Typen von Visualisierungen gezeigt, die neue Einsichten über das Verhalten quantenmechanischer Systeme bieten können. Farbe wird konsequent eingesetzt, um alle wesentlichen Informationen über die betrachteten Zustände anschaulich sichtbar zu machen. Inhaltlich spannt sich der Bogen von einfachen Lehrbuchbeispielen bis zur animierten Darstellung der relativistischen Bewegung gemäß der Diracgleichung.


Helmut Pottmann — Freiformarchitektur und Mathematik

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Einer der herausragenden Trends in der modernen Architektur ist das Streben nach der Realisierung freier Formen. Solche Projekte stoßen aber nicht selten an die Grenzen des mit vertretbarem Zeitaufwand und finanziellem Einsatz Machbaren. Meist ist es nötig, den ursprünglichen Entwurf durch eine Struktur anzunähern, die aus einfacheren und eventuell repetitiven Elementen (Paneelen, Trägern) aufgebaut ist. In diesem Prozess spielt die Mathematik, insbesondere Geometrie und Optimierung, eine wichtige Rolle. Es hat sich sogar herausgestellt, dass Fragestellungen, die ihren Ursprung in geometrischen Details von Freiformarchitektur haben, auch umgekehrt befruchtend auf die mathematische Forschung wirken. Der Vortrag wird einen Überblick über mathematische Beiträge zur Freiformarchitektur geben und deren Anwendung in realen Projekten illustrieren.
 
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