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Highlights


Gründung des „Center of Excellence in Insurance“

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v.l.: Prof. O. Junge (TUM), Dr. A. Kassow (Vorstand ERGO Deutschland AG), Dr. U. Mainzer (Vorstand ERGO Group AG), Prof. R. Zagst (TUM), Prof. M. Scherer (TUM). Foto: A. Eckert (TUM)

Die Technische Universität München (TUM) und ERGO gründen im Rahmen einer neuen Kooperation ein gemeinsames „Center of Excellence in Insurance“. Im Fokus des Projekts soll der gegenseitige Wissensaustausch zwischen der Fakultät für Mathematik und ERGO stehen. Davon werden beide Partner gleichermaßen profitieren.

Mit der Gründung des „Center of Excellence in Insurance“ verfolgen ERGO und die TUM das Ziel, finanzmathematische Werkzeuge im Praxisfeld der Versicherungswirtschaft weiterzuentwickeln. In den kommenden fünf Jahren sollen dazu Forschungsprojekte durchgeführt, Gastprofessoren einladen sowie Seminare und Workshops abgehalten werden.

Prof. Rudi Zagst, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzmathematik, sagt: „Mit der Kooperation gelingt uns der Brückenschlag zwischen Forschung und Praxis. Wir sind froh, ERGO als eine der großen Versicherungsgruppen in Europa gewonnen zu haben. Unser neuer Partner unterstützt uns dabei, die Wissenschaft und das Unternehmertum zusammenzubringen und sinnvoll zu vernetzen. Wir freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit.“


Ehrendoktor für Prof. Dr. Herbert Spohn

Wir gratulieren Herrn Prof. Spohn ganz herzlich zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Université Paris Diderot. Die Pariser Universität begründet die Auszeichnung mit seinen vielfältigen und grundlegenden Forschungsbeiträgen an der Schnittstelle von Mathematik und Physik.

Seine Hauptergebnisse hat er in der statistischen Mechanik erzielt, sowohl im klassischen Rahmen als auch im Kontext der Quantenmechanik. Die Laudatio betont, wie Prof. Spohn es auf einzigartige Weise versteht, die rigorose Kraft der Mathematik mit physikalischer Intuition zu verbinden. Seine Arbeiten sind schon lange und mehr denn je eine wichtige Quelle der Inspiration für die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft auf diesen Gebieten.

Der emeritierte Professor der Technischen Universität München hat zahlreiche Forschungsprojekte in der statistischen Physik und insbesondere in der statistischen Mechanik außerhalb des Gleichgewichts („Drift Diffusion Systems“) durchgeführt. Er ist einer der Pioniere und maßgeblichen Akteure der Theorie der stochastischen Wachstumsprozesse und KPT-Theorie.

Seine Beiträge zur Oberflächendynamik für Modelle der statistischen Mechanik im Gleichgewicht sind ebenfalls große Fortschritte, die z.T. buchstäblich eine neue Forschungsrichtung an der Grenze von Wahrscheinlichkeitstheorie, Analysis und Physik eröffneten.


Richard-von-Mises Preis 2017 geht an Prof. Dr. Christian Kühn

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(Bild: Prof. Dr. Christian Kühn)

Prof. Dr. Christian Kühn hat den Richard-von-Mises-Preis 2017 der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM) Pfeil erhalten. Prof. Kühn ist seit 2016 Assistant Professor an der Fakultät für Mathematik und Inhaber der Lichtenberg-Professur Mehrskaligkeit und stochastische Dynamik. Er erhält den Preis für seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen im Bereich „Multiscale Dynamics and Instability“. Die Würdigung für Prof. Kühn lautet: "… in recognition of his outstanding results on instabilities and patterns in stochastic and multiscale systems obtained by merging analytical and numerical approaches to nonlinear dynamics".

Der seit dem Jahr 1989 jährlich verliehene renommierte Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Angewandten Mathematik und Mechanik vergeben. Verbunden ist der Preis mit einer Festvorlesung auf der Jahrestagung der GAMM. Der Preis dient der Förderung jüngerer Wissenschaftler/ -innen, deren Forschungsarbeiten wesentliche Fortschritte im Bereich der Angewandten Mathematik und Mechanik darstellen.

Gauß-Vorlesung 2017: Mathematik an der Schnittstelle von Technik und Design

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(Bilder: Heddergott/TUM)

Am 19.1. fand in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Münchner Gauß-Vorlesung statt. Sie stand unter dem Titel "Mathematik an der Schnittstelle von Technik und Design". Vortragende waren Helmut Pottmann von der TU Wien und Werner Kirsch von der Fernuniversität Hagen.

Im ersten Vortrag ging Werner Kirsch anschaulich darauf ein, wie in der Musik die moderne Tonleiter entstanden ist. An Beispielen zeigte er, wie gut oder schlecht verschiedene Stimmungen eines Klaviers klingen können. Im Hauptvortrag zeigte Helmut Pottmann von der TU Wien Tragstrukturen aus der modernen Freiform-Architektur, die durch mathematische Methoden nicht nur gut realisierbar, sondern auch ökonomischer wurden. Mit seinen zahlreichen Beispielen von Konstruktionen - wie den neu geschaffenen Glaspavillons auf dem Eiffelturm - illustrierte er die vielen Facetten seiner Arbeit und welche Rolle die Mathematik dabei spielt.

Die Veranstaltung fand sehr großen Anklang. Das Einzugsgebiet der Zuschauer betrug ca. 250 km: von Passau bis zum Bodensee. Diese halbjährlich von der DMV Pfeil (Deutsche Mathematiker Vereinigung) ausgerichtete Ehrenvorlesung wird an wechselnden Standorten in festlichen Rahmen veranstaltet. Sie richtet sich gleichermaßen an Mathematiker wie an eine breite mathematikinteressierte Öffentlichkeit.

Modelle zur Vorhersage und Beeinflussung des Verhaltens von Gruppen

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(Foto: Andreas Battenberg/TUM)

Lange Zeit galt die mathematische Modellierung sozialer Systeme und Dynamiken als Science Fiction. Doch menschliches Verhalten berechnen und damit beeinflussen zu können, ist auf dem besten Weg Realität zu werden. Professor Fornasier und sein Team bewiesen unlängst mathematische Gesetzmäßigkeiten die zeigen, wie überraschend einfach es ist, auf der Grundlage beobachteter Daten über die Dynamik präzise mathematische Modelle für bestimmte relativ einfache Gruppeninteraktionen automatisch zu produzieren und zu kontrollieren. Mehr

ERC Consolidator Grant für Prof. Christian Liedtke

Der European Research Council (ERC) hat Prof. Christian Liedtke einen renommierten Consolidator Grant Pfeil zugesprochen.

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Der ERC fördert damit das Projekt K3CRYSTAL mit einem Consolidator Grant für 5 Jahre mit 1.3 Millionen Euro. Dieses Projekt ist in der Algebraischen Geometrie in der Arbeitsgruppe M11 (Algebra) angesiedelt. Es soll darum gehen, algebraische Flächen und insbesondere K3 Flächen und deren Parameterräume mit Hilfe von sogenannten Kristallen genauer zu beschreiben, klassifizieren und zu verstehen. Mehr

Fortsetzung für Sonderforschungsbereich „Discretization in Geometry and Dynamics“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt die zweite Förderphase für den mathematischen SFB/TRR 109 an TU Berlin und Technischen Universität München (TUM).

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(Foto: DGD/Helmut Pottmann)

Die DFG fördert den SFB/TRR109 von 2016 bis 2020 für weitere vier Jahre mit insgesamt über 7 Millionen Euro. „Die Fortsetzung des Sonderforschungsbereiches belegt die hervorragende Kooperation in unserem Verbund über die letzten vier Jahre und setzt mit der Erweiterung des Projektumfangs auch ein deutliches Zeichen für die Zukunft“, sagt Sprecher Alexander Bobenko, Professor für Geometrie an der TU Berlin. „Die weitere Förderung ermöglicht es, unsere Forschung in diesem spannenden Feld der Mathematik noch weiter zu vertiefen. Auf dieses Ergebnis können wir stolz sein“, ergänzt Co-Sprecher Folkmar Bornemann, Professor für Wissenschaftliches Rechnen an der TUM.

Zu dem transregionalen Forschungsverbund gehören neben der TU Berlin als Sprecherhochschule und der TUM als Partneruniversität führende Wissenschaftler der FU Berlin, der TU Graz, vom IST Austria sowie von der TU Wien. In insgesamt 17 Projekten bearbeiten über 120 Mathematikerinnen und Mathematiker Fragestellungen zur Diskretisierung von geometrischen Strukturen und dynamischen Prozessen. Der Bereich „Computation“ wird in der neuen Förderperiode mit nun sieben Teilprojekten deutlich erweitert, um aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Verstärkt gefördert wird zudem die Öffentlichkeitsarbeit des SFBs, besonders in den Gebieten computergestützte Medien und Film. Die Förderung des mathematischen Nachwuchses bleibt in Form zahlreicher Forschungsstellen für Doktoranden und Postdoktoranden eine wichtige zentrale Aufgabe der Projektarbeit.

Strukturbewahrende Diskretisierung: Mathematische Methoden als Zukunftstechnologie

Im SFB/TRR109 wird die „Diskretisierung“ von geometrischen Strukturen und dynamischen Prozessen untersucht, also die Zerlegung glatter geometrischer Objekte (wie etwa geschwungene Oberflächen) in einfache Grundbausteine und diejenige kontinuierlicher Prozesse (wie etwa Flugbahnen von Satelliten) in einfache Teilschritte. Eine solche Diskretisierung erlaubt prinzipiell die Berechnung und Analyse am Computer und wird in Gebieten wie Computergraphik, digitaler Signalverarbeitung und numerischer Simulation schon seit langem eingesetzt. „Bisherige Methoden ermöglichen aber nur Näherungswerte, die für viele Aufgaben heute nicht mehr ausreichen“, erläutert Bobenko. „Um bessere Ergebnisse zu erzielen, wollen wir daher sogenannte strukturbewahrende Diskretisierungen finden, untersuchen und anwenden. Man könnte auch sagen, wir wollen nicht mehr nur einzelnen Gleichungen, sondern gleich die zugrundliegenden Theorien diskretisieren“. Konkret sollen also Diskretisierungen gefunden werden, für die es in wichtigen Aspekten keine strukturellen Unterschiede zu entsprechenden glatten Flächen oder kontinuierlichen dynamischen Prozessen mehr gibt. So beschäftigt sich z.B. ein Teilprojekt mit der Zerlegung geschwungener Oberflächen in ebene Vierecke. Solche Vierecke können bei der Konstruktion eines geschwungenen Glasdachs genutzt werden, um eine kostengünstige, aber ästhetisch ansprechende Realisierung einer architektonischen Idee mit einfach zu fertigenden Bauelementen zu ermöglichen.

Kontakt:

Diane Clayton-Winter
Team-Assistenz SFB
Tel.: +49.89.289.18352
E-Mail: clayton@ma.tum.de

Weitere Informationen:



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CHE-Ranking 2015 – Mathe an der TUM ist abermals spitze!

Die Fakultät für Mathematik der Technischen Universität München liegt beim diesjährigen CHE-Ranking erneut in der Spitzengruppe.

In drei Hauptkategorien - Studiensituation insgesamt, Lehrangebot und Abschlüsse in angemessener Zeit - hat sie den begehrten „grünen Punkt“, der die Spitzengruppe ausweist, erhalten.

Mehr Infos | Pressemitteilung der TUM | CHE-Ranking der ZEIT Pfeil.

 

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